Brustkrebs

Angstthema Mamakarzinom

Von Eva Herzog · 2014

Brustkrebs ist ein Thema, mit dem sich alle Frauen früher oder später auseinandersetzen müssen. Vorsorge ist die beste Therapie.

Die weiblichen Brüste bestehen in erster Linie aus Fettgewebe und Milchdrüsen. Wenn das Gewebe der Brustdrüsen entartet, ist oft die Rede von einem Knoten. Doch nicht immer bedeutet das, dass es sich auch um den gefürchteten Brustkrebs handelt. Aber wie kann Frau selbst feststellen, ob es Grund zur Sorge gibt? Gerade im steigenden Alter wächst das Risiko bei Frauen, an Brustkrebs zu erkranken. Aber auch junge Frauen können daran erkranken, daher wirkt die Selbstuntersuchung der Brust neben einem gesunden Lebensstil, präventiv als wichtige Massnahme im Kampf gegen Brustkrebs. Denn eine frühzeitige Diagnose erhöht die Überlebenschancen enorm und auch die Aussichtschancen einer Therapie sind sehr viel besser, als bei einer späten Diagnose. Und die Prognosen stehen gut, denn laut Informationen der Schweizer Krebsliga leben fünf Jahre nach der Diagnose noch circa 80 Prozent der erkrankten Frauen – Tendenz steigend.
Viele Frauen wissen nicht, wie sie sich die Brüste selbst abtasten und untersuchen können. Dabei kann neben Fachliteratur auch einfach der behandelnde Gynäkologe helfen. Die richtigen Griffe zu erlernen ist nicht schwer und reine Übungssache. Ziel dieser Untersuchung ist das Ertasten eines Knotens. Da Brustkrebs im Anfangsstadium nicht immer Probleme bereitet, gibt es mehrere Faktoren, auf die man achten sollte.

Sicherheit durch regelmässige Kontrolle

Ertastet man einen Knoten, oder werden andere Merkmale an der Brust sichtbar, etwa eine Hautveränderung, ähnlich einer Entzündung, sollte man bei einem Facharzt die Ursache abklären lassen. Ebenso bei Sekretion aus der Brustwarze, Schmerzen oder Einziehungen der Haut. Untersuchungen wie Mammografie helfen mit Röntgenstrahlen, den Knoten, falls vorhanden, sichtbar zu machen. Sonografie oder MRT kann bei dichtem Drüsengewebe zusätzlich helfen, Klarheit zu bringen. Ist eine Probeentnahme des Gewebes erforderlich, so wird eine Biopsie des Knotens durchgeführt und anschliessend im Labor untersucht.

Medikamente als Vorbeugemassnahme

Für Frauen, die bereits daran erkrankten, oder bei denen ein erhöhtes Risiko durch eine genetische Belastung besteht, gibt es Medikamente, die einen erneuten Ausbruch verhindern sollen; als vorbeugende Dauermedikation für gesunde Frauen gelten diese allerdings meist als ungeeignet. Viel mehr muss über die – bisherige – Behandlung mithilfe von Hormontherapien nach der Menopause oder den Dauerkonsum der Anti- Baby-Pille nachgedacht werden, da diese das Brustkrebsrisiko steigern können. Eine Nutzen- Risiko-Abwägung mit dem behandelnden Arzt ist ratsam. Neben der erblichen Komponente stehen Erkrankungen wie Gebärmutterkrebs, Eierstockkrebs ebenso wie Diabetes mellitus als Faktoren in Zusammenhang mit Brustkrebs. Übergewicht, Alkoholkonsum und Rauchen oder eine Strahlenbelastung, etwa bei der Behandlung eines Lymphoms können auch bösartige Veränderung des Drüsengewebes begünstigen.

Ein gesundes Leben ist der beste Schutz

Studien haben gezeigt, dass Frauen, die über einen längen Zeitraum gestillt haben, das Risiko an Brustkrebs zu erkranken, senken konnten. Vollwertige Ernährung, nicht rauchen und Alkohol nur in sehr geringen Mengen genossen, helfen dem Körper gesund zu bleiben. Sollten Hormonpräparate angewendet werden, dann ist eine regelmässige ärztliche Kontrolle wichtig. Auch ausreichend Schlaf, körperliche Bewegung und möglichst wenig Stress können Psyche und Körper helfen, um gesund zu sein und zu bleiben.

Informationen

„Wichtig ist, einen Brustkrebs bereits im Frühstadium erkennen zu können! Dazu gehört unbedingt das regelmässige Abtasten der Brust zur persönlichen Vorsorge und ein gutes Auge. Der Krebs kündigt sich nämlich nicht immer nur durch Knoten in der Brust an. Es ist somit wichtig, die Beschaffenheit und das Aussehen der eigenen Brust gut zu kennen. Sollten Veränderungen erscheinen, muss umgehend ein Arzt kontaktiert werden.“

Quelle: www.wissen-hilft-weiter.info