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Klinikbeitrag

Dank Physiotherapie zu mehr Lebensqualität

Von Palliativzentrum Hildegard · 2016

Muskelkrämpfe und Schmerzen können durch Massage vermindert werden und durch Lymphdrainage werden Stauungen reduziert.

So überraschend es vielleicht für viele ist: Physiotherapie ist ein Bestandteil der palliativen Betreuung von schwerkranken Menschen und verbessert Mobilität und Selbständigkeit.

Palliative Care ist die Betreuung und Behandlung von Menschen, die unheilbar oder chronisch krank sind. Sie behandelt aber nicht nur die körperlichen Symptome, sondern verbessert durch ihre psychische, soziale und spirituelle Ausrichtung die gesamte Lebensqualität. Deswegen kann man sagen, dass die Palliative Care Menschen nach einer belastenden Diagnose auf eine ganzheitliche Weise wieder auffängt.
Physiotherapie fokussiert sich natürlich vorwiegend auf die körperliche Ebene und hilft, Symptome wie Schmerzen, Atemnot oder Muskelkrämpfe zu lindern – und dies manchmal viel effektiver als Medikamente. Sie ist mitunter auch die wichtigste Massnahme, um die Mobilität von kranken, an das Bett gebundene Menschen zu verbessern. Die Symptomlinderung wirkt sich auch auf die psychische oder emotionelle Ebene aus. Weniger Atemnot zu haben bedeutet, besser mit der Krankheit umgehen zu können oder sich weniger von der Krankheit eingeschränkt zu fühlen. Wenn die Mobilität besser ist, vermag der kranke Mensch mehr am sozialen Leben teilzunehmen. Er hat mehr Energie für die besuchenden Angehörigen oder kann vielleicht auch aus dem Palliativzentrum entlassen werden. Für die Entscheidung über einen Austritt nach Hause oder in ein Alterszentrum ist das Verlassen können des Bettes meist ein wichtiger Faktor. Die Fähigkeit, ein paar Stufen zu steigen, erweitert die Möglichkeiten noch mehr. So trägt Physiotherapie viel zur Selbstständigkeit und Lebensqualität von kranken Personen bei.
Wichtig ist, dass bei einer Erkrankung, die nicht mehr heilbar ist, die palliative Betreuung möglichst früh einbezogen wird. Symptome wie Schmerzen, Atemnot, Übelkeit oder Angstzustände können besser behandelt werden, wenn sie noch kein Ausmass haben, das die Teilhabe am Leben einschränkt. Den betroffenen Personen soll es möglichst lang möglichst gut gehen, das ist das Ziel von Palliative Care.

Dr. Piotr Sobanski
Chefarzt

 

Palliativzentrum Hildegard
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4002 Basel
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