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Klinikbeitrag / Brustkrebs

«Das Resultat ist für unsere Patientinnen sehr vorteilhaft»

Von Universitätsspital Basel · 2015

Am Brustzentrum steht das gesamte Spektrum der Brustrekonstruktion zur Verfügung

Die Wiederherstellung der Brust nach einer Tumoroperation gehört heutzutage standardgemäss zur ganzheitlichen Behandlung von Brustkrebs. Prof. Dr. med. Dirk J. Schaefer, Chefarzt für Plastische, Rekonstruktive, Ästhetische und Handchirurgie am Universitätsspital Basel im Interview über die neuesten Möglichkeiten der chirurgischen Therapie bei Brustkrebs.

Professor Schaefer, Sie sind auf dem Gebiet der Plastischen Chirurgie tätig. Was bedeutet dies genau hinsichtlich Tumorbehandlung bei Brustkrebs?

Im Brustzentrum des Universitätsspitals Basel arbeitet die Plastische eng mit der Onkologischen Chirurgie zusammen. Wir sind dabei verantwortlich für die optimale Wiederherstellung der ganz oder teilentfernten Brust, um ein optimales Ergebnis bieten zu können. Dies ist für das Wohlbefinden unserer Patientinnen sehr wichtig.

Das heisst, dass Sie nach einer Entfernung die Brust wiederaufbauen. Was gibt es da für Möglichkeiten?

Nicht alle Brustkrebspatientinnen benötigen eine Mastektomie, also die vollständige Brustentfernung. Werden nur Teile der Brust entfernt, kann durch sogenannte onkoplastische Methoden die Restbrust neu geformt werden um eine Entstellung zu vermeiden. Mit unserem hochspezialisierten und erfahrenen Team beraten wir die Patientinnen bereits vor der Tumoroperation über die verschiedenen Möglichkeiten der Wiederherstellung. Dabei wird körpereigenes Gewebe bevorzugt. Dies kann in der gleichen Operation sofort oder auch sekundär zu einem späteren Zeitpunkt erfolgen.

Und die Sofortrekonstruktion?

Wie der Name sagt, geschieht der Wiederaufbau der Brust während der gleichen Operation wie die Brustentfernung. Eine Methode, bei der die Spezialisten des Brustzentrums durch jahrelange Erfahrung grosse Kompetenz aufgebaut haben, ist die DIEP-Technik. DIEP steht für «deep inferior epigastric perforator flap» und bezeichnet den Haut-/Unterhautfettlappen zwischen Bauchnabel und Schamhügel. Das Universitätsspital Basel war vor mehr als 15 Jahren eines der ersten Spitäler in der Schweiz, das mit dieser Operationstechnik begonnen hat. Bei dieser mikrochirurgischen Operation wird Gewebe aus dem Unterbauchbereich entnommen, so dass die Bauchwandmuskulatur erhalten bleibt, und zur Wiederherstellung der Brust transplantiert. Dies hat zum einen den Vorteil, dass nur ein einzelner operativer Eingriff nötig ist und man auf körperfremde Implantate verzichten kann. Zum anderen – und das ist vor allem aus Sicht unserer Patientinnen sehr vorteilhaft – sieht die Brust nach der Operation fast so aus wie vor der Operation.

Ist die DIEP-Technik für alle Patientinnen geeignet?

Nach einer abgeschlossenen Tumordiagnose werden unsere Patientinnen ausführlich über die möglichen Behandlungswege beraten. Am Brustzentrum steht das gesamte Spektrum der Brustrekonstruktion zur Verfügung. Ob sich das DIEP-Verfahren für eine Patientin eignet, wird selbstverständlich individuell abgeklärt und mit der Patientin gemeinsam entschieden, gegenenenfalls stehen weitere Alternativen von anderen Körperteilen zur Verfügung. Diese Abklärungen erfolgen im Brustzentrum, aber auch in enger Zusammenarbeit mit den behandelnden Hausärzten.

Im Interview
Prof. Dr. med. Dirk J. Schaefer
Chefarzt für Plastische, Rekonstruktive,
Ästhetische und Handchirurgie
am Universitätsspital Basel

Das Tumorzentrum Universitätsspital Basel

Das Tumorzentrum bietet Krebspatientinnen und -patienten ein umfassendes Angebot für die Behandlung und Nachsorge ihrer Erkrankung – auf höchstem Niveau und nach neuestem Stand der Forschung. Das Brustzentrum ist eines von elf Organtumorzentren des Tumorzentrums Universitätsspital Basel.
www.unispital-basel.ch/tumorzentrum