Krebsdiagnose

Der Geissel der Menschheit die Stirn bieten

2016

Schock, Fassungslosigkeit, Unglauben – so reagieren die meisten Menschen auf die Diagnose Krebs. Doch verliert die Volkskrankheit auch immer öfter ihren unausweichlichen Schrecken, denn ein sicheres Todesurteil bedeutet Krebs immer seltener.

Jährlich erhalten in der Schweiz rund 38'000 die erschütternde Nachricht - Tendenz steigend. Experten der Weltgesundheitsorganisation WHO schätzen, dass die Zahl der Krebserkrankungen bis zum Jahr 2030 um 50 Prozent zunehmen wird - auch aufgrund des demografischen Wandels. Krebs ist die zweithäufigste Todesursache: Pro Jahr verlieren hierzulande rund 17'000 Menschen den Kampf gegen die heimtückische Krankheit.

Bessere Heilungschancen

Die gute Nachricht: Früh entdeckt und dank immensen Fortschritten in der Krebsmedizin kann inzwischen durchschnittlich die Hälfte aller Krebserkrankungen geheilt werden - je nach Krebsart sogar auch ein deutlich höherer Anteil. Beispiel Blutkrebs im Kindesalter: Lagen die Heilungschancen vor 50 Jahren bei nur 20 Prozent, so können durch die konsequente Weiterentwicklung der Chemotherapie rund 80 Prozent der kleinen Patienten geheilt werden. Allerdings ist eine Heilung in der Regel schwer, wenn ein bösartiger Tumor im Körper bereits gestreut hat, also Metastasen gebildet hat, und lebenswichtige Strukturen und Funktionen des Körpers schädigt. Den Krebs gibt es nicht. Er ist keine einheitliche Krankheit, sondern er manifestiert sich in rund 300 verschiedenen Arten, die sich hinsichtlich der Entstehung, des Verlaufs und der Therapie unterscheiden. Zu den häufigsten Krebsarten zählen beim Mann Prostatakrebs und Lungenkrebs, bei der Frau Brustkrebs gefolgt von Dickdarmkrebs. Doch wie entsteht Krebs überhaupt? Oder anders ausgedrückt: Warum entwickeln sich aus gesunden Zellen Krebszellen?

Zigarettenrauchen ist für über ein Viertel aller Krebstodesfälle verantwortlich.

Veränderungen im Bauplan

Der Ausgangspunkt ist das Erbgut beziehungsweise Gene, in denen Schäden entstehen, die nicht mehr repariert werden können. Das körpereigene Reparatursystem versagt, die Zellen beginnen sich unkontrolliert zu vermehren. Manche Krebsarten entwickeln sich schnell und aggressiv, andere wiederum bleiben lange Zeit im Verborgenen. Zwischen der Entstehung einer einzelnen Krebszelle und dem Auftreten einer nachweisbaren Krebserkrankung können mitunter viele Jahre vergehen. Die Ursachen für die krankhaften Veränderungen am oder im Erbgut sind vielseitig. Die Liste ist lang. Auf ihr zu finden sind unter anderem Umweltfaktoren, sogenannte Karzinogene. Hier hervorzuheben ist insbesondere das Zigarettenrauchen, das für über ein Viertel aller Krebstodesfälle verantwortlich ist. Aber auch UV-Licht und Feinstaub aus Abgasen, schlechte Ernährungsweisen und Alkoholkonsum oder chronische Infektionen durch Viren oder Bakterien können das Risiko für eine Krebserkrankung erhöhen. In etwa fünf bis zehn Prozent der Fälle beruht die Krebserkrankung auf einer genetischen Veranlagung, also einem Familienschicksal.

Risikofaktoren minimieren

Jeder von uns kann sein eigenes Krebsrisiko reduzieren, indem auf einen gesunden Lebensstil geachtet wird. Laut Experten wären bis zur Hälfte aller bösartigen Tumoren vermeidbar, wenn Menschen nicht rauchen, auf Alkohol verzichten, auf ihre Ernährung achten und für ausreichend Bewegung sorgen würden. Die gesetzlichen Vorsorgeuntersuchungen sind eine weitere wichtige Massnahme im Kampf gegen die Volkskrankheit - vor allem, weil Krebs auf leisen Sohlen kommt und eine Früherkennung die Heilungschancen immens erhöht. Bessere Diagnostikverfahren, hoch präzise bildgebende Verfahren, neuartige Bestrahlungsgeräte und der Einzug von Hightech in der Tumorchirurgie erlauben eine aussichtsreiche Behandlung von Krebsformen, bei denen die ärztliche Kunst in der Vergangenheit meist versagt hatte, und ermöglichen eine zielgerichtete und auf den Patienten individuell ausgerichtete Versorgung.
Jährlich erhalten in der Schweiz rund 38'000 die erschütternde Nachricht - Tendenz steigend. Experten der Weltgesundheitsorganisation WHO schätzen, dass die Zahl der Krebserkrankungen bis zum Jahr 2030 um 50 Prozent zunehmen wird - auch aufgrund des demografischen Wandels. Krebs ist die zweithäufigste Todesursache: Pro Jahr verlieren hierzulande rund 17'000 Menschen den Kampf gegen die heimtückische Krankheit.

Bessere Heilungschancen

Die gute Nachricht: Früh entdeckt und dank immensen Fortschritten in der Krebsmedizin kann inzwischen durchschnittlich die Hälfte aller Krebserkrankungen geheilt werden - je nach Krebsart sogar auch ein deutlich höherer Anteil. Beispiel Blutkrebs im Kindesalter: Lagen die Heilungschancen vor 50 Jahren bei nur 20 Prozent, so können durch die konsequente Weiterentwicklung der Chemotherapie rund 80 Prozent der kleinen Patienten geheilt werden. Allerdings ist eine Heilung in der Regel schwer, wenn ein bösartiger Tumor im Körper bereits gestreut hat, also Metastasen gebildet hat, und lebenswichtige Strukturen und Funktionen des Körpers schädigt. Den Krebs gibt es nicht. Er ist keine einheitliche Krankheit, sondern er manifestiert sich in rund 300 verschiedenen Arten, die sich hinsichtlich der Entstehung, des Verlaufs und der Therapie unterscheiden. Zu den häufigsten Krebsarten zählen beim Mann Prostatakrebs und Lungenkrebs, bei der Frau Brustkrebs gefolgt von Dickdarmkrebs. Doch wie entsteht Krebs überhaupt? Oder anders ausgedrückt: Warum entwickeln sich aus gesunden Zellen Krebszellen?

Veränderungen im Bauplan

Der Ausgangspunkt ist das Erbgut beziehungsweise Gene, in denen Schäden entstehen, die nicht mehr repariert werden können. Das körpereigene Reparatursystem versagt, die Zellen beginnen sich unkontrolliert zu vermehren. Manche Krebsarten entwickeln sich schnell und aggressiv, andere wiederum bleiben lange Zeit im Verborgenen. Zwischen der Entstehung einer einzelnen Krebszelle und dem Auftreten einer nachweisbaren Krebserkrankung können mitunter viele Jahre vergehen. Die Ursachen für die krankhaften Veränderungen am oder im Erbgut sind vielseitig. Die Liste ist lang. Auf ihr zu finden sind unter anderem Umweltfaktoren, sogenannte Karzinogene. Hier hervorzuheben ist insbesondere das Zigarettenrauchen, das für über ein Viertel aller Krebstodesfälle verantwortlich ist. Aber auch UV-Licht und Feinstaub aus Abgasen, schlechte Ernährungsweisen und Alkoholkonsum oder chronische Infektionen durch Viren oder Bakterien können das Risiko für eine Krebserkrankung erhöhen. In etwa fünf bis zehn Prozent der Fälle beruht die Krebserkrankung auf einer genetischen Veranlagung, also einem Familienschicksal.

Risikofaktoren minimieren

Jeder von uns kann sein eigenes Krebsrisiko reduzieren, indem auf einen gesunden Lebensstil geachtet wird. Laut Experten wären bis zur Hälfte aller bösartigen Tumoren vermeidbar, wenn Menschen nicht rauchen, auf Alkohol verzichten, auf ihre Ernährung achten und für ausreichend Bewegung sorgen würden. Die gesetzlichen Vorsorgeuntersuchungen sind eine weitere wichtige Massnahme im Kampf gegen die Volkskrankheit - vor allem, weil Krebs auf leisen Sohlen kommt und eine Früherkennung die Heilungschancen immens erhöht. Bessere Diagnostikverfahren, hoch präzise bildgebende Verfahren, neuartige Bestrahlungsgeräte und der Einzug von Hightech in der Tumorchirurgie erlauben eine aussichtsreiche Behandlung von Krebsformen, bei denen die ärztliche Kunst in der Vergangenheit meist versagt hatte, und ermöglichen eine zielgerichtete und auf den Patienten individuell ausgerichtete Versorgung.