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Verbandsbeitrag

Die Krebsliga ist für alle da

Von Dr. Kathrin Kramis-Aebischer und Prof. Dr. med. Jakob R. Passweg · 2015

Liebe Leserinnen, liebe Leser!

Es ist den Fortschritten in der Krebserkennung und -behandlung in den letzten 30 Jahren zu verdanken, dass immer weniger Menschen an Krebs sterben. Im gleichen Zeitraum hat indes die Zahl der neu diagnostizierten Krebsfälle zugenommen: In der Schweiz sind es heute 38’500 pro Jahr.
Eine Krebserkrankung ist und bleibt eine grosse persönliche Herausforderung. Auf einen Schlag verändert sich alles: Alltägliches und Selbstverständliches rückt in den Hintergrund, es türmen sich schier unüberwindbare und unbekannte Hindernisse auf. Dies gilt nicht nur für die Betroffenen, sondern auch für ihre Angehörigen und Nahestehenden. Die Mitarbeitenden der Krebsliga Schweiz kennen ihre Ängste und Unsicherheiten und stehen allen Beteiligten beratend und unterstützend zur Seite. Die Beraterinnen und Berater der kantonalen und regionalen Krebsligen wie auch die Fachfrauen am Krebstelefon begleiten mit ruhiger und sicherer Hand Betroffene auf ihrem Weg durch die Krankheit und beantworten Fragen medizinischer, juristischer und psychologischer Art – einfühlsam und persönlich.
Wenn immer mehr Menschen in der Schweiz an Krebs erkranken, immer weniger aber an dieser Krankheit sterben, ist die Tendenz klar: Die Gruppe der sogenannten «Cancer Survivors» wächst stetig an. Ihre Bedürfnisse sind vielfältig und sehr unterschiedlich: Die einen haben den Krebs bewältigt und suchen Anregungen für einen gesunden Lebensstil, die anderen kämpfen zuweilen jahrelang mit ihrer Krankheit und leiden unter den Nebenwirkungen der Behandlungen. Die Krebstherapie kann bei Langzeitüberlebenden Spätfolgen wie emotionale Belastungen, Osteoporose, Herz-Kreislauferkrankungen oder Zweittumoren zur Folge haben.
Aktuell leben in der Schweiz rund 300’000 Personen mit der Diagnose Krebs. Ihnen allen ist gemein, dass sie einen erhöhten Bedarf an Behandlung und Betreuung haben. Daher braucht es zusätzliches spezialisiertes Gesundheitspersonal und Aus- und Weiterbildungen in der medizinischen Versorgung. Die Krebsliga setzt sich auf gesellschaftlicher und politischer Ebene für Angebote ein, die den physischen, sozialen und emotionalen Bedürfnissen der «Cancer Survivors» gerecht werden – wie dies die im Jahr 2013 vom Bund und den Kantonen verabschiedete «Nationale Strategie gegen Krebs» vorsieht. So macht sich die Krebsliga den Fachsupport für Langzeitüberlebende zur Schlüsselaufgabe.
Die kürzlich publizierten Zahlen des Bundesamtes für Gesundheit haben auch bei der Krebsliga Betroffenheit ausgelöst: In der Schweiz sterben pro Jahr 9’500 Personen durch den Konsum von Tabak. Vor allem bei den Frauen hat die Zahl der Todesfälle durch Lungenkrebs in den letzten Jahren erheblich zugenommen. Raucherinnen und Raucher haben nicht nur ein höheres Risiko an Lungenkrebs zu erkranken, auch von anderen Krebsarten sind sie häufiger betroffen, sie altern schneller und haben generell eine geringere Lebenserwartung.
Bestimmte Lebensgewohnheiten – wie das Rauchen – begünstigen die Entstehung von Krebs. Gewohnheiten können jedoch geändert werden. Etwa ein Drittel aller Krebserkrankungen könnte durch Verhaltensänderungen und das Vermeiden bestimmter Risiken verhindert werden. Es ist nie zu spät, gesundheitsbewusst zu leben. Wer nicht raucht, sich ausgewogen ernährt, sich vor den UVStrahlen der Sonne schützt, sich genügend bewegt und Alkohol nur in geringen Mengen konsumiert, verringert sein persönliches Risiko, an Krebs zu erkranken.
Gleichzeitig gibt es aber keinen sicheren Schutz vor Krebs. Einige Risikofaktoren, wie das Alter, das Geschlecht oder die familiäre Belastung, lassen sich nicht beeinflussen. Einflüsse aus der Umwelt, wie zum Beispiel Schadstoffe oder UV- und andere Strahlen, können ebenso das Krebsrisiko erhöhen. Mit ihren Projekten zu Prävention und Früherkennung gibt die Krebsliga der Schweizer Bevölkerung Anregungen, wie das Krebsrisiko möglichst gering gehalten werden kann. Und sie zeigt, bei welchen körperlichen Veränderungen und andauernden Beschwerden eine Ärztin oder ein Arzt aufgesucht werden sollte. Und: Die Behandlungsmöglichkeiten und die Überlebenschancen sind umso besser, je früher die Krankheit entdeckt und behandelt wird.
Ob Betroffene, Angehörige oder Interessierte: Die Krebsliga ist mit ihren Angeboten und Dienstleistungen für alle da. Auch in Ihrer Nähe!

Zu den Autoren

Dr. Kathrin Kramis-Aebischer,
Geschäftsführerin Krebsliga Schweiz

Prof. Dr. med. Jakob R. Passweg,
Vorstandspräsident Krebsliga Schweiz

​Informationen zur Krebsliga

Adressen der kantonalen und regionalen Krebsligen:
www.krebsliga.ch

Krebstelefon: 0800 11 88 11
(Montag bis Freitag, 9–19 Uhr)
auch E-Mail, Chat und Skype möglich