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Gastbeitrag MSD Merck Sharp & Dohme AG

Immunsystem versus Krebszellen

2014

Simulation elektronenmikroskopische Aufnahme einer Melanomzelle

Bei der Immuntherapie wird das eigene Immunsystem erfolgreich zur Bekämpfung von Krebserkrankungen eingesetzt – so können das Überleben und die Lebensqualität der Patienten verbessert werden.

Unser Immunsystem ist pausenlos im Einsatz, um Bakterien, Viren und Keime daran zu hindern, in den Körper einzudringen. An der Verteidigungsarbeit sind zahlreiche Organe und Zellsysteme beteiligt, zum Beispiel das Lymphsystem, Lymphknoten, Milz und Teile des Darms.
Die Lymphozyten, die zu den weissen Blutkörpercheren gehören, werden im Knochenmark gebildet. Sie teilen sich in B- und T-Lymphozyten auf und haben unterschiedliche Aufgaben. Mithilfe verschiedener Strategien erkennen sie Erreger, machen diese unschädlich oder neutralisieren sie.

Killerzellen reaktivieren

In der modernen Krebstherapie macht man sich nun das Wirkprinzip des körpereigenen Immunsystems in der sogenannten Immuntherapie zunutze: Tumorzellen lösen im Körper eine Immunreaktion aus, weil sie über Oberflächenmoleküle, sogenannte Antigene, verfügen, die bei «normalen» und gesunden Körperzellen nicht vorkommen. Die Folge: Tumorzellen werden zerstört. Allerdings haben auch Tumorzellen ihre eigenen Strategien. Kommt ein angreifender T-Lymphozyt in die Nähe der Tumorzelle oder dringt gar in sie ein, kann der Tumor sie unter Umständen durch chemische Prozesse in eine Zelle verwandeln, die ihn künftig nicht mehr attackiert. Dank neuer medizinischer Erkenntnisse können diese T-Killerzellen nun wieder aktiviert werden. Dazu werden dem Patienten bestimmte künstlich hergestellte Eiweissstoffe, sogenannte monoklonale Antikörper, verabreicht. Diese binden sich an einen bestimmten Abschnitt auf der T-Killerzelle und reaktivieren sie, damit sie Krebszellen angreift.
In den vergangenen Jahren gab es in der Immuntherapie bei Forschung und Entwicklung enorme Fortschritte. Das grosse Potenzial dieser Krebstherapie wurde bereits in einigen klinischen Studien nachgewiesen. Es wurde gezeigt, dass sie bei fortgeschrittenem Krebs das Langzeitüberleben sowie die Lebensqualität der Patienten verbessern kann.