Hautkrebs

Klein, aber extrem gefährlich

Von Svenja Runciman · 2014

Weil er schnell streut, zählt schwarzer Hautkrebs zu den tödlichsten Krebserkrankungen.
Wird er früh erkannt, steigen die Heilungschancen.

Erwachsene sollten mindestens einmal pro Jahr eine Hautkrebsvorsorge durchführen

Er ist besonders aggressiv und deshalb zu Recht gefürchtet:
Schwarzer Hautkrebs ist eine der gefährlichsten Krebserkrankungen, da sich schnell Metastasen in anderen Organen bilden können. In der Schweiz hat die Häufigkeit maligner Melanome in den letzten Jahren stark zugenommen. Mittlerweile herrscht hierzulande die zweitgrösste Erkrankungsrate in Europa:
Bei etwa 2‘000 Menschen pro Jahr wird laut der Schweizer Krebsliga schwarzer Hautkrebs diagnostiziert, circa 20 Prozent der Betroffenen sterben an der Erkrankung. Besonders in den Fällen, in denen der Krebs schon auf andere Organe übergegriffen hat, stehen die Chancen für eine erfolgreiche Behandlung schlecht. Deshalb gilt: Je früher der Hautkrebs erkannt wird, desto grösser ist die Chance, ihn zu besiegen.

Wichtigkeit der Früherkennung

Durch die ausgeweitete Früherkennung ist die Prognose bei schwarzem Hautkrebs in den letzten Jahrzehnten insgesamt besser geworden; im Frühstadium des Tumors ist sogar eine vollständige Heilung möglich. Dermatologische Gesellschaften empfehlen daher Erwachsenen, mindestens einmal pro Jahr eine Hautkrebsvorsorge durchzuführen. Wenn viele Hautunregelmässigkeiten bestehen, also beispielsweise Muttermale oder Warzen, oder wenn in der Familie Hautkrebs häufig vorkommt, dann sollte die Haut bereits im Kindes- und Jugendalter wiederkehrend untersucht werden. Aber auch die Patienten selbst sollten auf Auffälligkeiten achten. Mögliche Anzeichen für Hautkrebs sind das Wachstum, Jucken oder Bluten eines Muttermals sowie Veränderungen von Farbe und Form. Grundsätzlich sollten solche Veränderungen immer vom Hautarzt abgeklärt werden.

Zehn Jahre zur Nachsorge

Zur Diagnose entnimmt der Arzt eine Gewebeprobe. Falls sich der Verdacht bestätigt, wird das Melanom entfernt. Das Ausmass der Operation richtet sich danach, wie weit der Krebs bereits in die Haut eingedrungen ist – bei grösseren Tumoren müssen gegebenenfalls umgebende Lymphknoten mit entfernt werden. Haben sich Metastasen gebildet, dann muss ausserdem je nach Fall eine Immuntherapie, Chemotherapie oder eine Strahlenbehandlung vorgenommen werden. Nach Beendigung der Therapie ist es wichtig, ein mögliches Wiederauftreten der Krankheit zu kontrollieren. Die Zeitabstände der Nachsorgeuntersuchungen, die insgesamt über zehn Jahre laufen, richten sich nach der Tumordicke und Ausbreitung des Melanoms. Die Nachsorge ist für alle Patienten überaus wichtig, da bei einem Melanom in der Vorgeschichte ein erhöhtes Risiko besteht, an einem Zweitmelanom zu erkranken.