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Fachbeitrag

Leben mit Krebs

Von Dr. Kathrin Kramis-Aebischer & Prof. Dr. med. Jakob R. Passweg - Krebsliga Schweiz · 2016

Die Krebsliga ist für alle da. Das Verbleiben im Arbeitsprozess oder eine erfolgreiche Rückkehr an den Arbeitsplatz kann während und nach einer Krebsbehandlung den Heilungsprozess fördern. Die Krebsliga begleitet Vorgesetzte und HR-Verantwortliche.

Es ist den enormen Fortschritten in der Krebserkennung und -behandlung der vergangenen 30 Jahre zu verdanken, dass immer weniger Menschen an Krebs sterben. Im gleichen Zeitraum stieg die Zahl der neu diagnostizierten Fälle. In der Schweiz sind es pro Jahr rund 38'500. Statistisch gesehen erkrankt hierzulande jede dritte Person im Laufe ihres Lebens an
Krebs. 
Das stellt uns vor grosse Herausforderungen. Ebenso wie die erfreulich hohe Überlebensrate, die in den kommenden Jahren weiter steigen wird. Schon im Jahr 2030 leben in der Schweiz gemäss Hochrechnungen eine halbe Million so genannter Cancer Survivors. Noch vor zwanzig Jahren betrug die Zahl der Krebsüberlebenden keine 150'000.

Mehr gut vernetzte Fachkräfte für Krebsüberlebende 

Die Krebsüberlebenden werden in den kommenden Jahren als Bevölkerungsgruppe an gesellschaftlicher Bedeutung zunehmen. Sie gelten als chronisch krank. Oftmals leiden sie noch Jahre oder gar Jahrzehnte nach ihrer erfolgreichen Behandlung unter den Auswirkungen ihrer Krankheit. Und fast alle begleitet die Angst, die Krankheit könnte erneut ausbrechen. 
Damit eine lückenlose und qualitativ gute Begleitung der Krebsüberlebenden möglich ist, benötigt es dringend zusätzliche, gut ausgebildete Fachkräfte – etwa in der Pflege, in der psychosozialen und psychoonkologischen Betreuung, in der Rehabilitation sowie in der Palliative Care. Aber auch in der klinischen und der psychosozialen Forschung wie sie etwa die Schweizerische Arbeitsgemeinschaft für Klinische Krebsforschung (SAKK) betreibt.
Die Herausforderungen, die sich durch die hohe Zahl an Krebsüberlebenden stellen, bedingen zudem ein noch enger vernetztes Zusammenarbeiten von ganz unterschiedlichen Akteurinnen und Akteuren im Gesundheitswesen.

Informationen zur Krebsliga

Adressen der kantonalen und regionalen Krebsligen:
www.krebsliga.ch

Krebstelefon: +41 (0)800 11 88 11
Montag bis Freitag, 9–19 Uhr

Eine Mitarbeiterin oder ein Mitarbeiter hat Krebs? 
Unter www.krebsliga/arbeitgeber finden Sie Details zum Coaching der Krebsliga.

Telefoncoaching für Arbeitgeber
T: +41 (0)848 114 118 
Montag bis Freitag, 9–16 Uhr
8 Rp. pro Min. auf Festnetz

Unterstützung von Betroffenen und Angehörigen

Eine wichtige Rolle nimmt in diesem wirkungsvollen Zusammenspiel die Krebsliga ein. Sie informiert, berät und unterstützt Betroffene und ihre Angehörigen mit ihrem umfangreichen Angebot entlang des gesamten Patientenpfads. 
Mit ihren Projekten zu Prävention und Früherkennung gibt die Krebsliga der Schweizer Bevölkerung Anregungen, wie das Krebsrisiko möglichst gering gehalten werden kann. Die Krebsliga zeigt, bei welchen körperlichen Veränderungen und andauernden Beschwerden eine Ärztin oder ein Arzt aufgesucht werden sollte. Die Behandlungsmöglichkeiten und die Überlebenschancen sind umso höher, je früher die Krankheit entdeckt und behandelt wird. Zudem informiert die Krebsliga mit rund 150 Broschüren zu verschiedenen Krebsarten und Behandlungsthemen sowie mit dem rege genutzten «Krebstelefon». Die onkologisch ausgebildeten Fachfrauen des Informations- und Beratungsdienstes ergänzen am Telefon, per Skype, E-Mail, Chat und Krebsforum das beeindruckende Leistungsportfolio, das die kantonalen und regionalen Krebsligen den Betroffenen und ihren Nächsten vor Ort zur Verfügung stellen. 

Integration in den Arbeitsmarkt

Wenn mehr Menschen Krebs überleben, kehren mehr Cancer Survivors zurück an den Arbeitsplatz. Den Arbeitgebern kommt deshalb eine Schlüsselrolle zu, wenn es darum geht, Krebsüberlebende nach der Therapie zurück in den Arbeitsalltag zu begleiten oder Mitarbeitende mit erkrankten Familienangehörigen zu unterstützen. Heute weiss man: Weiter arbeiten, die Arbeit wieder aufnehmen, das beeinflusst den Krankheitsverlauf nachhaltig positiv. Arbeit ermöglicht ein Einkommen und schafft zentrale Bestandteile des Wohlergehens. Arbeit sorgt für Routine, Stabilität, Struktur, soziale Kontakte und Selbstwert – für all das, was wir gemeinhin als Normalität betrachten.
Mit einer achtsamen Begleitung nehmen Vorgesetzte einen entscheidenden Einfluss auf das Arbeitsklima sowie die Weiterbeschäftigung und den Wiedereinstieg von Krebsüberlebenden. Die Vorgesetzten bewältigen dabei einen Balanceakt zwischen Mitgefühl und Verantwortung. Unter derart herausfordernden Umständen können sie in praktischer und persönlicher Hinsicht selbst an Grenzen stossen. Die Krebsliga weiss um die grosse Verantwortung und bietet deshalb Arbeitgebern mit einem neu geschaffenen Angebot eine Anlaufstelle. Sie unterstützt Unternehmen und ihre Vorgesetzte bei der Begleitung der Mitarbeitenden auf ihrem Weg zurück in den beruflichen Alltag – etwa mit einem Telefoncoaching, das sich speziell an Vorgesetzte wendet.

Zu den Autoren

Dr. Kathrin Kramis-Aebischer 
Geschäftsführerin Krebsliga Schweiz

Prof. Dr. med. Jakob R. Passweg
Vorstandspräsident Krebsliga Schweiz