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Praxisbeitrag / Strahlentherapie

«Mit Strahlung Tumoren behandeln und Leiden lindern»

2014

Mit moderner Strahlentherapie werden Krebszellen zerstört – mittlerweile sehr gezielt und mit wenigen bis keinen Nebenwirkungen.

Was versteht man unter Strahlentherapie?

In der Radio-Onkologie oder Strahlentherapie wird hochenergetische Röntgenstrahlung auf Tumore gerichtet, mit dem Ziel, Tumorzellen zu zerstören. Dabei gibt es verschiedene Arten von Strahlentherapie: Sie kann entweder intern erfolgen, zum Beispiel über in den Körper eingebrachte strahlende Quellen, oder meistens von aussen mit Linearbeschleunigern, die nicht radioaktiv sind.

Ist Röntgenstrahlung nicht auch für gesunde Körperzellen gefährlich?

Im Prinzip schon. Früher war das tatsächlich ein grosses Problem, inzwischen kann die Strahlung jedoch sehr genau auf den Tumor gerichtet werden, millimetergenau, und gleichzeitig das umliegende gesunde Gewebe geschont werden. Durch die genaue Planung und Eingrenzung gibt es weniger Nebenwirkungen, das ist für die Patienten kurz- aber auch längerfristig sehr wichtig. Auch die Wahrscheinlichkeit für schwere Nebenwirkungen, die bis 20 Jahre später auftreten können ist heute minimal. Inzwischen ist es auch möglich, atembewegliche Tumore zu bestrahlen. Bei Lungentumoren wird zum Beispiel auf die genaue Atemlage geachtet und so atemgetriggert das richtige Gebiet bestrahlt. Mit der neuesten Technik, der RAPIDARC-Technik, die uns zur Verfügung steht, wird durch eine Rotationsbestrahlung der Tumor maximal bestrahlt unter minimaler Belastung der gesunden Gewebe.

Mit welchen Nebenwirkungen muss man rechnen?

Die Wahrscheinlichkeit für Nebenwirkungen hängt sehr stark von der bestrahlten Region ab. Während der mehrwöchigen Bestrahlung kann es beispielsweise zu Hautrötungen, Müdigkeit, Darm- und Blasenreizungen kommen. Die eingesetzte Technologie und die Behandlungskonzepte haben sich in den letzten Jahrzehnten jedoch enorm entwickelt. Die Wahrscheinlichkeit für Nebenwirkungen hat deswegen abgenommen, vor allem wenn moderne Techniken eingesetzt werden. Unerwünschte Wirkungen spielen zum Glück nicht mehr die gleiche Rolle wie in den Achtzigern und Neunzigern.

Gibt es Krebsarten, die ausschliesslich mittels Strahlentherapie behandelt werden?

Das lokalisierte Prostatakarzinom ist ein gutes Beispiel. Viele andere Krebsarten werden mit einer Kombination aus Strahlentherapie, Chemotherapie und Operation behandelt. Die Strahlentherapie hat allerdings nicht nur in der kurativen Therapie Bedeutung, auch in der Palliativversorgung spielt sie eine grosse Rolle. So können durch Tumorableger entstehende Schmerzen und Lähmungen gezielt behandelt und die Lebensqualität wieder herstellt werden.

Bei welchen Tumoren kommt die Strahlentherapie zum Einsatz?

Die Strahlentherapie hat praktisch bei jeder Tumorart ihren Stellenwert. Wir behandeln die häufigen Tumore wie Brust- und Prostatakrebs, aber auch seltenere wie Gebärmutter-, Speiseröhren- und Hirntumoren.

Sollte bei einem Prostatatumor (Vorsteherdrüsenkrebs) nicht operiert werden?

In den meisten Fällen des Prostatakrebses ist eine lokale hochdosierte Strahlentherapie eine gleichwertige Therapiemöglichkeit, ganz ohne Operation. Der grosse Vorteil für den Patienten ist, dass die Wahrscheinlichkeit von Nebenwirkungen geringer ist. Die Patienten leiden deutlich seltener unter den befürchteten Komplikationen Inkontinenz oder Impotenz.

Wie lang dauert die Strahlentherapie?

Das hängt sehr vom Tumor ab. In manchen Fällen wird nur einmalig bestrahlt, bei anderen sind viele Sitzungen über mehrere Wochen notwendig. Das wird ganz individuell geplant.

Was spricht für eine Behandlung in Ihrem privaten Zentrum für Strahlentherapie?

Zuerst einmal sind wir kein Spital, sondern das einzige private Zentrum für ambulante Strahlentherapie schweizweit. Das Umfeld ist für den Patienten also deutlich angenehmer und sie haben den Spezialisten immer als direkten Ansprechpartner. Wir wollen Patienten die Ruhe und Sicherheit bieten, die sie benötigen, aber auch die nötige Behandlungskompetenz. Wir sind ein relativ kleiner hochspezialisierter Betrieb, wir setzen medizinische Fortschritte rasch und zugunsten unsere Patienten um. Durch unsere langjährige Erfahrung erarbeiten wir mit dem Patienten und ihren Zuweisern das jeweilig beste Behandlungskonzept. Wir sind in den Tumorboards der regionalen Spitäler vertreten. Unsere erfahrenen Mitarbeiter, wie auch die modernsten Geräte sind die Basis für unsere Behandlungserfolge.

​Im Interview

Dr. med. Beat Amsler
Facharzt FMH Radio-Onkologie,
CEO der Radio-Onkologie Amsler AG, Allschwil und Liestal,
Präsident Brustzentrum Regio Basiliensis