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​Klinikbeitrag

Psychische Belastungen bei einer Krebserkrankung

Von Klinik Schützen Rheinfelden · 2016

Ein psychotherapeutisches Einzelgespräch kann weiterhelfen.

Wenn Krebspatienten unter den Folgen der Diagnose und den kräftezehrenden Behandlungen leiden, ist in den meisten Fällen eine stationäre psychoonkologische Therapie sinnvoll.

Die Diagnose Krebs bedeutet für viele Patienten einen «Sturz aus der normalen Wirklichkeit» (N. Gerdes, 1985). Oft wird die Nachricht erlebt, als stände man neben sich und die Dimension der Krebserkrankung wird erst nach und nach erfasst. Meist steht zunächst die körperliche Behandlung im Vordergrund - mit Operation, Chemotherapie und Bestrahlung. Die psychische Verarbeitung der Erkrankung ist dadurch anfangs häufig erschwert und findet erst später statt. Bei etwa einem Drittel der Betroffenen kommt es im Verlauf zu psychischen Belastungsreaktionen. Sie leiden unter Ängsten, anfänglich meist betreffend des weiteren Krankheitsverlaufs und der möglichen Folgen der Therapien. Sorgen bereitet später auch der Wiedereinstieg in Alltag und Beruf. Auch wenn der Krebs gut auf die Therapien anspricht, ist die Angst vor einem Rückfall für die meisten Patienten sehr gross. Es kommt zudem häufig auch zu depressiven Beschwerden mit dem Gefühl der Sinn- und Hoffnungslosigkeit und zu Antriebsstörungen. Viele Krebspatienten leiden ausserdem unter einem Erschöpfungssyndrom, der sogenannten Fatigue.
Eine besondere psychische Belastung bedeuten genetisch bedingte Krebsleiden, wie manche Brustkrebserkrankungen, da diese eine ganze Familie betreffen können. Zwar bietet die moderne Medizin heute eine Vielzahl an genetischen Untersuchungen an. Die Bedeutung der Resultate ist für die Betroffenen jedoch nicht immer eindeutig, und der Umgang mit dieser möglichen Erblast ist für viele schwierig.
Frühzeitige psychologische Unterstützung ist in all diesen Situationen deshalb sinnvoll. Sie hilft den Betroffenen und ihren Angehörigen, die Krankheit zu verarbeiten und mögliche Ängste zu bewältigen. Nicht immer reicht dazu eine ambulante Behandlung aus. Oft ist eine stationäre Therapie sinnvoll. In einer auf Psychoonkologie spezialisierten Klinik wie etwa der Klinik Schützen in Rheinfelden werden die ärztliche und psycho-therapeutische Behandlung mit Einzel- und Gruppenpsychotherapie, Körpertherapie und Spezialtherapien kombiniert. So kann den Patienten auf mehreren Ebenen geholfen werden: Durch die Gesprächstherapie erhalten sie psychische Unterstützung, die kreativen Therapien unterstützen die Krankheitsverarbeitung auf emotionaler Ebene. Einerseits soll mit Körpertherapien ein körperlicher Aufbau ermöglicht werden, andererseits lassen sich mit Entspannungstechniken Stresssymptome reduzieren. Das intensive therapeutische Angebot einer stationären psychoonkologischen Behandlung kann den Patienten in jedem Krankheitsabschnitt nachhaltig helfen.

​Zur Autorin

Dr. med. Christinne Szinnai
Fachärztin für Innere Medizin FMH,
Oberärztin der Abteilung für Psycho­somatik und Psycho­onkologie,
Klinik Schützen Rheinfelden

www.klinikschuetzen.ch