Pflege

Schön trotz Therapie

Von Svenja Runciman · 2016

Sich trotz Krankheit attraktiv fühlen.

Die Krebsbehandlung geht oft nicht spurlos an den Betroffenen vorüber. Doch es gibt viele Möglichkeiten, sich trotz körperlicher Herausforderungen attraktiv zu fühlen.

Krebstherapien sind häufig nicht nur eine psychische Belastung - sie hinterlassen auch sichtbare Spuren, die den Betroffenen stark zu schaffen machen, selbst wenn sie nur vorübergehend sind. Diese Veränderungen werden oft als stigmatisierend empfunden, was zur Folge haben kann, dass sich Patienten aus der Gesellschaft zurückziehen. Doch sich wohl in seiner Haut zu fühlen, ist ein wichtiger Faktor, um für den Heilungsprozess Kräfte zu mobilisieren. Und es gibt viele Möglichkeiten, die äusserlichen Folgen der Behandlung zu kaschieren. So führt die Chemotherapie häufig zu Haarverlust sowohl des Haupthaares als auch der Wimpern und Augenbrauen, worunter vor allem Frauen in der Regel sehr leiden. Mit einer Perücke kann hier unauffällig Abhilfe geschaffen werden, vor allem, wenn rechtzeitig Fachleute konsultiert werden, die den Haarersatz in Form und Farbe optimal anpassen. Auch Tücher, Mützen und Hüte helfen, die haarlose Zeit zu überbrücken. Da Haare und Kopfhaut durch die Therapie empfindlich sein können, empfiehlt sich zudem eine behutsame Pflege.

Selbstbewusstsein und Sicherheit gewinnen

Grundsätzlich ist die Haut vieler Krebspatienten trocken und empfindlich; die medikamentöse Behandlung führt zusätzlich zu Hautreizungen und Rötungen. Make-Up kann helfen, frischer und gesünder auszusehen und im Umgang mit den Mitmenschen Sicherheit zu gewinnen. Gleichzeitig kann es verwendet werden, um Hautreizungen und Narben zu verdecken. Bei Verlust der Augenbrauen können diese mit Brauenpuder nachgestaltet werden, fehlende Wimpern können mittels kleiner Punkte, die mit einem Eyeliner aufgetragen werden, ergänzt werden. Wichtig: Da bei der Therapie die Abwehr herabgesetzt und das Infektionsrisiko erhöht ist, ist Hygiene im Umgang mit Kosmetika sehr wichtig. Zudem sollte immer mit einem Arzt abgeklärt werden, ob und welche Kosmetika eingesetzt werden dürfen. Mittlerweile bieten viele Organisationen den Betroffenen mit Kosmetikseminaren, Farbberatung sowie bei der Wahl der richtigen Prothesen und Perücken Hilfe an.